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Bio Anbau

SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT STOLZE GÄRTNER

Bio Gemüse-und Obstanbau im Marktgarten
Werbung – Zwischen Brombach und Hunoldstal, an einem sonnigen, idyllischen Hang, liegt er: der Marktgarten der Stolzen Gärtner. Hier sorgen Andrés Palmero und Gerborg Böde mit ihrer solidarischen Landwirtschaft für ein spannendes und leckeres Angebot an heimischem Obst und Gemüse. Mit altbewährtem und innovativem Market Gardening, ohne Pestizide, ohne lange Transportwege - solidarisch und nachhaltig eben. Kunden können ihre Kiste „Bauerngartenglück“ jede Woche (oder jede zweite) von Mai bis November abholen. Ein besonderes Geschmackserlebnis ohne schlechtes Gewissen. Fotos © SoLaWi
Die Stolzen Gärtner betreiben das sogenannte "Market Gardening", oder zu deutsch "Markt Gärtnern". Es ist eine Anbaumethode, die im vorindustriellen Europa bis ins ausgehende 19. Jahrhundert angewendet wurde, um große Metropolen wie beispielsweise die Märkte in Paris und London mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen. Eine verwandte Methode fand auch ihre Anwendung in den Metropolen Amerikas, um Städte von bis zu 800.000 Einwohnern zu versorgen. Da noch keine industriellen Maschinen vorhanden waren, wurden schmale Beete von ca 75 cm Breite angelegt. Die Länge konnte dabei variieren. Wichtig war und ist, dass diese schmalen Beete gut per Hand zu bearbeiten sind, da man in der Hocke oder beim Übergrätschen der Beete leicht alles erreicht. Raum war auch damals um die Städte wenig vorhanden, weswegen die Beete sehr dicht bepflanzt wurden und eine hohe Vielfalt an Gemüsesorten aufwiesen. Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass dadurch kaum Unkraut wachsen kann und auch Krankheiten gut kontrollierbar sind. Daraus resultiert weniger Arbeitsaufwand und gleichzeitig eine hohe Biodiversität. Insgesamt bietet das Market Gardening eine großartige Alternative zu aktuellen Anbaumethoden. Auf einem Hektar kann ein 10mal grösserer Ertrag erwirtschaftet werden, als mit den klassischen landwirtschaftlichen Anbaumethoden. Dazu braucht es Handarbeit und eine gute Planung der Anbaufolgen. Wenn man diese Anbaumethode mit dem No-Dig-System kombiniert (No-Dig bedeutet, kein Umgraben), welches die Bodenstruktur nicht stört, so kann CO2 erfolgreich im Boden dauerhaft gespeichert werden. Ausserdem verbessert es die Biodiversität und die Bodengesundheit. Die meisten Markt Gärten werden nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet, was ein weiteres Plus für die Nachhaltigkeit dieses Systems ist. Wichtige Personen in diesem Zusammenhang sind Alan Chadwick & John Jeavans, die diese Anbaumethode in die USA hinüberretteten, von wo sie nun wieder nach Europa zurückkehrt.

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